Fast doppelt soviele Übergriffe auf Ordnungsamtsmitarbeiter

In nur drei Jahren hat sich die Zahl der Übergriffe auf Mitarbeiter des städtischen Ordnungs- und Verkehrsdienstes fast verdoppelt. Während im Jahr 2013 noch 44 Strafanzeigen wegen verbalen oder körperlichen Attacken erstattet wurden, waren es im Jahr 2016 bereits 84.

Zu Art und Umfang der Angriffe heißt es in einer Antwort der Stadtverwaltung auf eine Anfrage der Ratsgruppe PRO KÖLN wörtlich:

„Im Jahr 2016 wurden 39 Delikte wegen Widerstand, 46 wegen Beleidigung, 9 wegen Bedrohung, 27 wegen Körperverletzung, 2 wegen Nötigung und 1 Delikt wegen Sachbeschädigung durch das Amt für öffentliche Ordnung, Abt. Ordnungs- und Verkehrsdienst zur Anzeige gebracht. Auch hier wurden Straftaten, die tateinheitlich begangen wurden, durch eine einheitliche Strafanzeige angezeigt. Insgesamt lässt sich im Amt für öffentliche Ordnung feststellen, dass die Übergriffe sowohl zahlenmäßig als auch in ihrer Intensität zunehmen.“

Welchen Aufwand die Stadt Köln zum Schutz ihrer Ordnungskräfte im neuen Merkel-Deutschland inzwischen betreiben muss, verdeutlichen weitere Teile der Verwaltungsantwort:

„Zusätzlich wurden im Amt für öffentliche Ordnung, Abteilung Ordnungs- und Verkehrsdienst bereits diverse Schulungsmaßnahmen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Außendienst umgesetzt. Hierzu zählen bspw. ein Einsatz- und Lagetraining sowie auch Schulungen in Kommunikations- und Deeskalationstechniken. Neben einer persönlichen Schutzausstattung verfügen die Außendienstkräfte über ein Diensthandy sowie ein Funkgerät, um auch im Notfall kommunizieren und schnell Hilfe erlangen zu können. Die Funkgeräte sind für den Notfall mit einem Notrufknopf ausgestattet, welcher unmittelbar in der Leitstelle des Ordnungs- und Verkehrsdienstes einen Alarm auslöst. Aktuell erfolgt im Testbetrieb bei Notfällen und besonderen Einsatzlagen eine Ortung per GPS, um im Notfall auch die genaue Position der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters ermitteln zu können. So ist schnelle Hilfe gewährleitet. Zudem werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Sicherheitsgründen abends ausschließlich sowie zu den übrigen Zeiten bedarfsgerecht nur in „Doppelstreife“ eingeteilt.“