Buchforst: 14. Platz in Überfremdungs-Olympiade

Der rechtsrheinische Stadtteil Buchforst entstand erst im 20. Jahrhundert auf einem ehemaligen Waldgebiet. Nachdem 1926 die Gemeinnützige Aktiengesellschaft für Wohnungsbau ein 18 Hektar großes Gelände erworben hatte, erfolgte dessen Erschließung als Bauland. In den 20er und Anfang der 30er Jahre entstanden dort z.B. die schmucken Bauhaus-Siedlungen „Blauer Hof“ und „Weiße Stadt“ des berühmten Architekten Wilhelm Riphahn. Im Jahr 1932 folgte dann die Benennung des gesamten Siedlungsgebietes als neuer Stadtteil Buchforst.

Vom Flair dieser Aufbruchszeit sind heute nur noch einige Straßenzüge übrig geblieben, wie z.B. die renovierten Häuser im Bauhausstil im „Blauen Hof“ auf dem Foto oben. Andere Gegenden Buchforsts sind heutzutage leider weder architektonisch noch sonstwie besonders anziehend. Der dicht bebaute Stadtteil gilt vielen sogar als sozialer Brennpunkt.

Demographisch hat sich der Stadtteil in den letzten Jahrzehnten ebenfalls stark verändert. 53,9 % aller Einwohner verfügen inzwischen über einen sogenannten Migrationshintergrund. Bei den Unter-18jährigen sind es sogar schon 74 %. Besonders oft sind auch türkischstämmige Personen in Buchforst sesshaft geworden.

Bildnachweis oben: Von Rolf H. (Rolf Heinrich, Köln) – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10356188