Humboldt-Gremberg: 12. Platz in Überfremdungs-Olympiade

Rund 15.000 Menschen leben heute im rechtsrheinischen Stadtteil Humboldt-Gremberg, der im Zuge der Industrialisierung im 19. Jahrhundert entstanden ist. Während des 20. Jahrhunderts entwickelten sich der Stadtteil zu einem klassischen Arbeiterwohngebiet für die Beschäftigten der benachbarten Fabriken. Durch den wirtschaftlichen Strukturwandel während der 1980er-Jahre und der damit verbunden Schließung zahlreicher Fabriken wurde Humboldt-Gremberg zu einem wirtschaftlichen und sozialen Brennpunkt, in dem auch zahlreiche staatliche Strukturförderprogramme nicht wirklich viel mehr veränderten als renovierte Häuserfassaden.

Viele Probleme blieben trotz aller finanziellen Zuschüsse und Sonntagsreden, u.a. auch im Bereich der demographischen Veränderung der Wohnbevölkerung. Heute haben 56,6 % der 15.000 Einwohner einen sogenannten Migrationshintergrund. Bei den Unter-18jährigen beträgt dieser Anteil sogar 78,8 %. Und die Jugend ist es vor allem, in der sich viele, auch ethnisch-religiös bedingte, Konflikte zwischen alteingesessener Bevölkerung und Neubewohnern entladen.

Bildnachweis oben: Von unbekannt – scan aus Georg Roeseling, Zwischen Rhein und Berg – Die Geschichte von Kalk, Vingst, Humboldt/Gremberg und Höhenberg, Bachem Verlag, Köln, 2003, PD-alt-100, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=2782695