Neubrück: 11. Platz in Überfremdungs-Olympiade

Der rechtsrheinische Stadtteil Neubrück ist ein typisches Beispiel für die städtebaulich-architektonischen Sünden, die in den 1960er und 1970er Jahren in vielen deutschen Städten begangen wurden: Sogenannte „Großwohnsiedlungen“ (in Ostdeutschland aufgrund der speziellen Baustoffe „Plattenbauten“ genannt) schossen auch im Westen buchstäblich in die Höhe. Per Definition des Bundesbauministeriums handelte es sich dabei um neu gebaute Siedlungen, die folgende Merkmale kennzeichneten:

  • nach 1945 erbaut
  • funktional eigenständige Siedlungseinheit
  • dichte, hochgeschossige, relativ homogene Bebauung
  • mindestens 1000 Wohneinheiten
  • überwiegend sozialer Wohnungsbau

Diese städtebaulichen Eigenschaften treffen auch auf Neubrück zu. Mit Blick auf die demographische Zusammensetzung der Wohnbevölkerung ist festzuhalten, dass sich die verschiedenen Einwanderungswellen nach Deutschland deutlich in Neubrück widerspiegeln. Verstärkt durch den Effekt des Fortzugs vieler autochthoner Deutscher im Laufe der letzten Jahrzehnte.

Heute haben in Neubrück 57,6 % aller Bewohner einen Migrationshintergrund. Bei Kindern und Jugendlichen beträgt dieser Anteil bereits 76,6 %. Tendenz weiter steigend.