Zahl der Ausländer und Migranten stark angestiegen

Das Amt für Stadtentwicklung und Statistik hat eine neue Ausgabe seiner Übersichtsbroschüre „Kölner Zahlenspiegel“ veröffentlicht. Neben allerlei interessanten Zahlen und Fakten zur Wohn- und Lebenssituation der Kölner finden sich darin auch bemerkenswerte Daten zur Bevölkerungsentwicklung und -zusammensetzung.

So ist die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund weiter angestiegen. Fielen im Jahr 2015 noch amtlicherseits 393.793 von insgesamt 1.069.192 Einwohnern unter diese Kategorie, waren es Ende 2016 bereits 408.860 bei einer Gesamteinwohnerzahl von 1.081.701. Das Kölner Bevölkerungswachstum ist per Saldo also hauptsächlich dem Zuzug oder der höheren Geburtenrate von Menschen mit Migrationshintergrund geschuldet. Während diese Gruppe inzwischen einen Anteil an der Gesamtbevölkerung von rund 40 % hält, ist bei den Unter-18-Jährigen längst die 50 %-Marke überschritten worden.  Deutschstämmige sind bei Kindern und Jugendlichen schon seit Jahren im stadtweiten Durchschnitt – und nicht nur in bestimmten Veedeln- in die Minderheit geraten. Eine Situation, die sich zeitversetzt natürlich auch in der Gesamtbevölkerung widerspiegeln wird.

Von den 408.860 Kölnern mit Migrationshintergrund haben übrigens 208.403 Personen trotz des neuen Staatsangehörigkeitsrechts noch keinen deutschen Pass. Die offizielle Zahl der Ausländer ist damit ebenfalls von 198.819 im Jahr 2015 in nur einem Jahr um rund 5 % auf nunmehr 208.403 angestiegen. Die größte Gruppe unter den Ausländern in Köln bilden nachwievor die aktuell 55.567 türkischen Staatsangehörigen ohne deutschen Zweitpass.