Bayenthal: „Allahu Akbar“-Rufer bedroht Passanten mit Messer

Montagmorgen im Kölner Stadtteil Bayenthal: Zahlreiche Polizeiwagen rasen mit Blaulicht zur Schönhauser Straße, von wo aus mehrere Notrufe eingegangen sind: Ein Mann bedrohe mit einem Messer und unter „Allahu Akbar“-Rufen wahllos Passanten, darunter Frauen und Kinder. Als die ersten Beamten eintreffen, können sie den Verdächtigen vor dem Eingang eines Supermarktes stellen und entwaffnen.

Im Verlauf des Tages stellt sich heraus, dass es sich bei dem Täter um einen 53jährigen vorbestraften Türken handelt. Laut Polizei sei der Mann angeblich „psychisch verwirrt“ und wurde inzwischen in eine geschlossene Klinik eingewiesen.

Zurück bleiben dutzende verängstigte Passanten in Bayenthal und eine weiter verunsicherte Stadtbevölkerung. Denn Vorfälle wie diese, sowie Betonsperren und schwer bewaffnete Polizisten an jedem Weihnachtsmarkt, tragen kaum zu einem verbesserten Sicherheitsgefühl der Menschen bei. Vor allem da seit spätestens 2015 allen klar ist, dass es sich um ganz reale Bedrohungen handelt und nicht nur um irgendwelche „eingebildeten Befindlichkeiten“.