Silvestermob: Immer diese blonden Anzugträger!

Die naiv-gutmenschliche „Respect“-Kampagne der Stadt Köln zur nächsten Silvesternacht provoziert im Internet immer mehr Kritik und Spott. Besonders verärgert reagieren viele Bürger aber auf die Pop-Art-Bildchen zur graphischen Begleitung der Aufklärungskampagne für mehr „Respect“ gegenüber Frauen und Mädchen. Denn gezeigt werden dabei ausgerechnet ein schicker Anzugträger im Grabschangriff auf eine Frau und ein blonder Yuppie mit Sacko, der gerade noch von einem Polizisten von Schlimmeren abgehalten werden kann:

Dem realen Erleben von hunderten sexuell missbrauchten, ausgeraubten und gedemütigten Frauen in der Silvesternacht 2015 dürften diese gar nicht lustigen Bildchen aber in keiner Weise entsprechen. Man könnte darin sogar noch eine zusätzliche Verhöhnung der Opfer sehen. Zumindest aber eine groteske Verzerrung der Wirklichkeit und eine politisch-korrekte Nebelkerze der Sonderklasse. Offenbar ist man bei der Stadt Köln weiter der Ansicht, dass die Menschen lieber nicht zuviel über die wahren Täter und neuen Gefahren im Lande nachdenken sollten. Schon nach der Silvesternacht 2015 gehörte man ja ebenfalls zu jenen, die zuerst von nichts wissen wollten und bewusst irreführende Statements abgaben.

Was von der geheuchelten Reue gehalten werden kann, die die ertappten Lügner und Verharmloser von damals dann eilfertig zeigten, kann man daran festmachen, wie jetzt erneut mit der Wahrheit und unangenehmen Problemen umgegangen wird. Von der gelobten Besserung und zukünftig ehrlichen Information der Bürger keine Spur mehr. Dagegen „buiseness as usual“: Es kann einfach nicht sein, was ideologisch nicht sein darf. Und den Menschen wird dafür weiter tonnenweise Sand in die Augen gestreut.

Bilder: Stadt Köln