Nippes: 9 von 10 Einbrüchen bleiben unaufgeklärt!

Auf mehrmaliges Nachhaken von PRO KÖLN hin, wurden nun in der letzten Sitzung der Bezirksvertretung Nippes endlich die aktuellen, auf Stadtbezirksebene herunter gebrochenen Zahlen zu wichtigen Kriminalitätsfeldern erörtert. Mit zum Teil erschreckenden Ergebnissen, die erneut mit harten Fakten belegen, dass es eben keineswegs um das „subjektive Empfinden der Bürger“ geht, wenn von Unsicherheit und einem hohen Kriminalitätsdruck die Rede ist.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums hätte sich demnach im Jahr 2016 eine Steigerung um über 6 % auf insgesamt 1.614 Fälle bei Körperverletzungen in Nippes ergeben. Unverändert hoch bzw. nur geringfügig weniger waren die Zahlen bei Raub- und Einbruchsdelikten. Aber während von den 147 Raubüberfällen zumindest 57,1 % polizeilich aufgeklärt werden konnten, gelang dies bei den 800 Wohnungseinbrüchen in nur 9,5 % der Fällen! Bei mehr als 9 von 10 Einbrüchen wurde im Jahr 2016 in Nippes also noch nicht einmal ein Tatverdächtiger ermittelt, geschweige denn irgendjemand verurteilt.

Denn eines stellte sich bei der Erörterung der Daten ebenfalls noch heraus: Selbst bei den polizeistatistisch „aufgeklärten Fällen“ wird am Ende keineswegs immer ein Täter wirklich verurteilt. Und über die Verurteilungszahlen führt das Amtsgericht Köln praktischer Weise gar keine Statistik: Wo kein Licht scheint, kann eben auch kein Dreck auffallen …