„Dieselfahrverbote werden auf unseren erbitterten Widerstand stoßen“

Nach einem vorsichtigen Testballon durch Umweltdezernent Harald Rau im Vorjahr, legt die Stadtspitze jetzt mit einer konkreten Beschlußvorlage zum Thema „Luftreinhaltung“ nach. So soll der Stadtrat bis Anfang Februar den Weg zur Einführung eines weitgehenden Dieselfahrverbots („Blaue Plakette“) oder sogar eines kompletten Dieselfahrverbots für die Kölner Innenstadt frei machen, sobald auch die rechtlichen Möglichkeiten auf Bundesebene dazu gegeben sind. Rund 100.000 Besitzer von Dieselfahrzeugen wären davon unmittelbar in Köln betroffen. Pendler und Handwerker aus dem Umland noch gar nicht miteingerechnet.

„Köln droht nach diesen Plänen ein gigantisches Enteignungsprogramm gutgläubiger Dieselbesitzer, deren dringend benötigte Arbeits- und Transportmittel als Sündenböcke einer linksgrünen Zwangspolitik herhalten sollen“, empört sich der Vorsitzende der PRO-KÖLN-Ratsgruppe, Markus Wiener, über den vorgeschlagenen Maßnahmenkatalog. „Hauptleidtragende wären wieder einmal das Kölner Handwerk und alle Bürger aus nicht innenstadtnahen und nur schlecht mit der KVB erreichbaren Veedeln. Folge einer im Wortsinn asozialen Politik. Denn egal ob aus beruflichen Gründen, zur kulturell-gesellschaftlichen Teilhabe oder schlicht zum Shoppen: Jeder Kölner sollte eine erschwingliche Möglichkeit haben, in vernünftiger Zeit auch in und durch das Stadtzentrum zu kommen“, so der Chorweiler Ratsherr weiter.

„Doch das schert die Ratsmehrheit von CDU, Grünen und FDP mit ihren Wählerhochburgen in der Innenstadt oder in gut angebundenen Stadtteilen, wie z.B. Lindenthal und Nippes, offenbar einen feuchten Kehrricht. Ist ja nicht ihr Klientel, was für immer neue gutmenschliche Zwangsbeglückungen und sonstige Politexperimente bluten soll. Die Bürgerbewegung PRO KÖLN wird dagegen alles in ihrer Macht stehende tun, zusammen mit den betroffenen Bürgern diesen Plänen einen Strich durch die Rechnung zu machen. Neue Dieselfahrverbote jeglicher Art werden auf unseren erbitterten Widerstand stoßen.“