Finkenberg: 1. Platz in Kölner Überfremdungs-Olympiade

Nur knapp 7000 Menschen wohnen in Finkenberg. Doch statt Kleinstadtidylle findet man in der in den 1960er Jahren aus dem Boden gestampften und erst im Jahr 2007 offiziell zum 86. Kölner Stadtteil erklärten Hochhaussiedlung einen der schlimmsten sozialen Brennpunkte Kölns. Selbst das stets politisch-korrekte Onlinelexikon Wikipedia weiß über Köln-Finkenberg folgendes zu berichten:

„Die Großwohnsiedlung Finkenberg wurde Mitte der 1960er Jahre als sogenanntes Demonstrativ-Bauvorhaben des Bundes konzipiert und ab Ende der 1960er Jahre errichtet. Noch heute wird das Gebiet von Porzern „Demo-Gebiet“ genannt. Das Ziel des Projekts sollte ursprünglich „menschenfreundliches Wohnen“ bei gleichzeitig hoher Verdichtung von Wohnraum sein. Wie bei anderen Wohnprojekten dieser Zeit, umlagerte man ein Zentrum aus Hochhäusern samt Geschäftspassage, Schulzentrum und anderen öffentlichen Einrichtungen mit einem Ring aus Bungalows. Durch die Kombination von Eigenheimen und Wohnblocks mit Sozialwohnungen strebten die Planer eine ausgewogene Sozialstruktur an. Geschäfte, Dienstleistungsunternehmen sowie von den Bewohnern selbst verwaltete soziale Einrichtungen sollten eine hohe Wohn- und Lebensqualität ermöglichen und die Eigeninitiative der Menschen stärken. Das Konzept gilt heute weitgehend als gescheitert: Die Eigentumsverhältnisse der Immobilien änderten sich nach dem Konkurs des Projektträgers Neue Heimat mehrfach, so dass Konzepttreue, Bausubstanz und Grünanlagen zunehmend vernachlässigt wurden. Da der Aufbau von Geschäften und sozialer Infrastruktur nicht mit der schnellen Bebauung und Besiedelung mithalten konnte, zogen viele der ursprünglichen Bewohner frustriert wieder weg – die Folge waren Leerstände, die zunächst durch die Ansiedlung von Migranten und später durch gezielte Belegung mit „sozial problematischen Mietern“ aufgefangen wurden. Hieraus entwickelte sich soziale Segregation, deren Folgen bis heute anhalten.“

Was Wikipedia nicht schreibt: Aktuell hat Finkenberg von allen Kölner Veedeln prozentual gesehen die meisten Bewohner mit Migrationshintergrund. Insgesamt 82,1 % aller Finkenberger haben ausländische Wurzeln. Bei den Kinder und Jugendlichen sind es sogar 92,9 %! Weniger als einer von zehn Minderjährigen in Finkenberg hat also überhaupt noch zwei deutsche Elternteile. Damit hat sich der Stadtteil Finkenberg den 1. Platz in der Überfremdungs-Olympiade aller Kölner Stadtteile redlich verdient.

Und hier der Film zum Sieger:

Bildnachweis oben: CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=501333