DuMont-Tageszeitungen laufen die Leser davon

Die neuesten Zahlen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) liegen jetzt für das letzte Quartal 2017 vor: Im Vergleich zum Vorjahresquartal verliert das DuMont-Boulevardblatt Express (Ausgabe Köln/Bonn) weitere 7.886 Exemplare auf nunmehr nur noch 75.346 verkaufte Zeitungen pro Tag, was einem Minus von 9,5 Prozent entspricht. Auch die gemeinsam aufgelisteten Abozeitungen Kölner Stadtanzeiger und Kölnische Rundschau aus dem Hause DuMont verlieren im Vergleich zum Vorjahr 11.308 verkaufte Exemplare. Das entspricht einem Rückgang von 4,6 Prozent. Die aktuelle Gesamtauflage liegt damit bei nur noch 233.865 Exemplaren.

Eine Entwicklung, die in manchen Kreisen der Kölner Kommunalpolitik durchaus auf wohlwollendes Verständnis stößt. So begrüßt der Vorsitzende der PRO-KÖLN-Ratsgruppe, der gelernte Journalist und Politologe Markus Wiener, den selbstverschuldeteten Niedergang der Kölner Tageszeitungen in einer erster Reaktion auf Facebook ausdrücklich:

Kein Wunder, dass immer weniger Menschen für die teure Politpropaganda der Kölner Lügen- und Lückenpresse auch noch zahlen wollen. Da werden sich ein paar überbezahlte Schreibtischtäter ohne jeglichen Berufsethos wohl bald ihre Brötchen auf ehrliche Weise hart verdienen müssen.“